Meal Prep: Mit Gewürzmischungen schneller und abwechslungsreicher kochen
Vorkochen spart Zeit, wird aber schnell eintönig. Wie Du mit einer Basis und unterschiedlichen Gewürzen aus einem Grundgericht mehrere machst – und was beim Würzen auf Vorrat zu beachten ist.
Meal Prep scheitert selten an der Technik und fast immer an der Langeweile. Am Montag ist die Portion großartig, am Donnerstag schaut man sie nur noch an.
Der übliche Ratschlag lautet, mehr verschiedene Gerichte zu kochen. Das kostet aber genau die Zeit, die man sparen wollte. Der bessere Weg geht über die Würzung.
Eine Basis, mehrere Richtungen
Koche eine neutrale Grundlage in größerer Menge – Hackfleisch, Hähnchen, Linsen, Kichererbsen, Reis oder Ofengemüse. Salz und Pfeffer, mehr nicht.
Gewürzt wird erst beim Aufwärmen, portionsweise. Aus derselben Basis werden so ohne Mehraufwand mehrere Gerichte:
- Mit Bolognese-Mischung und Tomaten wird aus Hack eine Pastasoße
- Mit Curry-Masala und Kokosmilch ein Curry
- Mit Gulasch-Mischung und Paprika ein deftiger Topf
- Mit Kräutersalz und Joghurt eine frische Bowl
Der Aufwand pro Variante liegt bei einer Minute. Der Unterschied auf dem Teller ist enorm.
Was beim Vorkochen mit Gewürzen zu beachten ist
Aromen verändern sich über Nacht. Schärfe nimmt im Kühlschrank meist zu, frische Kräuteraromen verschwinden fast vollständig. Würze deshalb beim Vorkochen zurückhaltend und ergänze beim Aufwärmen.
Salz vorsichtig dosieren. Wenn Du eine Basis mehrfach verwendest, weißt Du noch nicht, wie salzig die spätere Variante wird. Untersalzen lässt sich korrigieren, übersalzen kaum.
Frisches gehört nicht in die Box. Kräuter, Joghurt, Zitrone, Nüsse und knackiges Gemüse kommen erst beim Servieren dazu. Das ist der Unterschied zwischen „aufgewärmt" und „frisch gekocht".
Gerichte, die sich gut vorbereiten lassen
Alles, was ohnehin lange zieht, wird am zweiten Tag eher besser: Eintöpfe, Schmorgerichte, Currys, Chili, Linsengerichte. Die Aromen verbinden sich über Nacht.
Weniger gut funktionieren Gerichte mit knusprigen Elementen, kurz gegartem Gemüse oder Fisch. Unsere Gnocchi-Hack-Bowl ist ein guter Kompromiss: Die Basis lässt sich vorbereiten, der Hüttenkäse kommt frisch dazu.
Praktisch: die Würz-Station
Stell die vier, fünf Gläser, die Du regelmäßig brauchst, griffbereit zusammen – nicht ganz hinten im Schrank. Wer beim Aufwärmen erst drei Schranktüren öffnen muss, greift am Ende doch wieder nur zu Salz.
Wenn Du ohnehin mehrere Mischungen gleichzeitig brauchst, lohnt sich ein Set. Du kannst Dir Deine fünf Gläser im Konfigurator selbst zusammenstellen.
Kurz zusammengefasst
- Neutrale Basis in Menge kochen, erst beim Aufwärmen würzen
- Zurückhaltend salzen, Schärfe zieht im Kühlschrank nach
- Frisches erst beim Servieren dazugeben
- Schmorgerichte und Currys eignen sich am besten
- Gewürze griffbereit aufstellen, sonst nutzt man sie nicht
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